Heute: "Ist Google down?"
Als wäre
dieses Poster noch nicht genug liefert die
Suche bei IMDb diesen Film als erstes Ergebnis.
Arme Birne.
Chuck Norris once entered a bar and demanded ten fresh drafted bears - they were served instantly.
Ninja Schwachstelle - Google-Suche - Mozilla Firefox
You just ain't gonna beat ol' Steve.
...war unter der Post von DHL.
Ich überlegte kurz was ich mit dem Paket anstellen sollte. Der Absender war eines der Versandhäuser für qualitätsbewusste Kunden aus der Mittelschicht. Es passte perfekt in meinen Rucksack. Mir kam die Idee, das Paket zu Hause zu öffnen und bei Nichtgefallen weiter zu schicken, die Adresse des Empfängers hatte ich ja. Aber ich überlegte es mir anders. Alles verstaut stieg ich wieder aufs Fahrrad und beschloss, mir bei einer Postfiliale weiterhelfen zu lassen. Die Durchführung erwies sich schwieriger als gedacht. Fehlanzeige bei der Telekomzentrale. Fehlanzeige bei der Postbank. Fehlanzeige beim DHL-Servicegebäude auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Also zum Posttower.
Da die Telekomzentrale hinter dem Posttower liegt und ich eine Ausfahrt zu früh abbog, lief wenig später ein frierender und frustrierter Fahrradfahrer mit einem geborgten Rennrad in der Hand eine kleine Treppe neben der B9 hoch, die sich nicht viel später als Feuerwehrtreppe erwies. Auf der anderen Seite des nutzlosen Plateaus kletterte ich das Pendant des Miststücks wieder herunter und verfluchte den Architekten. Unmotiviert den Umweg um die Riesenbude zu machen stiefelte ich nun einen schlammigen Trampelpfad an der Südmauer des Gebäudekomplexes hoch und schob wenig später mein Rad zwischen den Glasfassaden des Posttowers hindurch. Keiner der Postangestellten die in der Kantine Mittagspause machten schien sich für mein Schicksal, das diesen Tag von Hoffnung und Enttäuschung, von Freude und Frust gezeichnet hatte, zu interessieren. Dabei war es doch ihre Schuld, wie sie da saßen und Wachtelhäppchen in ihre Schlünde worfen.
Die überaus freundliche, leicht dickliche und ein sympatisches Hausfrauenflair versprühende Service-Mitarbeiterin in der winzigen Postfiliale am Fusse des riesigen Logistikgiganten wirkte hochüberrascht. Aufgeregt lief sie zum Telefon um (in der Mittagspause) den "Herren von der Packstation" anzurufen. Er ging nicht ran, flirtete wohl mit einer rothaarigen Sekretärin über Cappuccino für beide. Zornig und arrogant, aber um so freundlicher und mit nettesten Kleinejungslächeln das ich zu bieten hatte bat ich um ein Telefonbuch. Sie suchte mir die Nummer heraus und rief sogar für mich an (das Telefon wählt automatisch). Ein kleines Mädchen sagte hallo. Ja, so hieße ich auch, ob ich denn mal hattmit ihrem Vater sprechen dürfe? Ich durfte. Kurz überlegte ich, mich als lange verschollenem Sohn vorzustellen um dann den Schock zu lindern mit einem freudigen "war Spaß, ich hab nur 'nen Paket von Ihnen", aber ich traute mich nicht.
Als mein überraschter Nachnamensvetter das Paket abholte saß ich schon zu Hause und reflektierte den Sinn meiner letzten Woche. Verdammt.